Lecce, Italien

Foto-Spot in Lecce

Die Fassade von Santa Croce

Die überschwänglichst geschnitzte Kirchenfront Süditaliens — Grotesken, Tiere und Säulen, in weichen goldenen Stein geschlagen.

Über Die Fassade von Santa Croce

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Santa Croce brauchte rund anderthalb Jahrhunderte bis zur Vollendung, und das Ergebnis ist die endgültige Definition dessen, was Barocco leccese meint. Die untere Hälfte ist verhältnismäßig zurückhaltend; über dem Gesims wird sie zu einem Aufruhr geschnitzter Figuren, Tiere, Karyatiden und einer Fensterrose, umgeben von so viel Steinmetzarbeit, dass die Wand fast verschwindet.

Als Hintergrund ist sie beinahe erdrückend — genau das gilt es zu steuern. Die Motive deutlich vor der Wand halten und mit längerer Brennweite arbeiten, damit die Schnitzerei dahinter komprimiert und weich wird; oder sie klein an den Fuß der Fassade stellen, sodass deren Maßstab zum Thema wird. Der Stein ist warmes Gold und zeigt ungefähr nach Westen, nimmt am späten Nachmittag also starkes direktes Licht auf und leuchtet.

Die Straße davor, die Via Umberto I, ist eng: Man kann nicht weit genug zurücktreten, um die ganze Fassade ohne Weitwinkel und viel Verzeichnung zu erfassen — Detailaufnahmen sind hier die bessere Antwort. Alles ist draußen, kostenlos und dauerhaft zugänglich; das Kircheninnere hat eigene Zeiten und einen kleinen Eintritt. Der späte Nachmittag ist zugleich die vollste Zeit auf der Straße; wer sie leer will, nimmt den Schatten am frühen Morgen.

Beste Zeit zum Fotografieren

Später Nachmittag, wenn direktes Licht die Schnitzerei streift; früher Morgen für eine leere Straße

Tipps

Die Straße ist zu eng für die ganze Fassade ohne starke Verzeichnung — lieber mit Details und längeren Brennweiten arbeiten.

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